Zone Zero auf der VieVinum 2026 in Wien

Dr. Klaus Postmann im Rahmen einer Moderation in der Zone Zero der VieVinum 2026 © Eva Ketely

Zone Zero auf der VieVinum 2026 in Wien

Die VieVinum 2026 zeigte eindrucksvoll, dass alkoholfreie Getränke längst mehr sind als ein Randthema. Mit der Zone Zero erhielt das große Trendthema eine eigene, prominente Bühne.

Dr. Klaus Postmann im Rahmen einer Moderation in der Zone Zero der VieVinum 2026 © Eva Ketely
Dr. Klaus Postmann im Rahmen einer Moderation in der Zone Zero der VieVinum 2026 © Eva Ketely

Die VieVinum 2026 in der Wiener Hofburg zeigte eindrucksvoll, dass alkoholfreie Getränke längst nicht mehr als Randthema behandelt werden. Mit der Zone Zero in der Geheimen Ratstube erhielt das große Trendthema „alkoholfreie Getränkeoptionen“ eine eigene, prominente Bühne.

Ein Highlight der Zone Zero war die große Verkostungszone. Über 80 Produkte von 35 ProduzentInnen und HändlerInnen aus Österreich, Deutschland, Frankreich, Spanien und Dänemark wurden im Rahmen einer Tischpräsentation sowie einer Verkostungsbar präsentiert. Damit machten sie die enorme Vielfalt dieser dynamisch wachsenden Getränkekategorie perfekt sichtbar.

Ein weiterer Höhepunkt war die Ehrung der Gold- und Doppelgoldsieger des Austrian Zero Award, die am Samstag, 16. Mai 2026, stattfand. Der Austrian Zero Award rückt seit seiner Gründung im Jahr 2024 regelmäßig alkoholfreie Innovationen gezielt ins Rampenlicht. Die Siegerprodukte wurden auf der VieVinum ausgezeichnet und während der Messetage in der Zone Zero zur freien Verkostung präsentiert.

Reger Andrang an der großen Verkostungsbar der Zone Zero © Klaus Postmann
Reger Andrang an der großen Verkostungsbar der Zone Zero © Klaus Postmann

Über die Zukunft von Alkoholfrei

Begleitet wurde die Zone Zero von der Diskussionsreihe Mehr Mut, die zentrale Zukunftsfragen der alkoholfreien Getränkekultur aufgriff. Am Sonntag stand zunächst die Frage im Mittelpunkt, ob die Zukunft alkoholfreier Getränke stärker in der Fermentation als in der Entalkoholisierung liegen könnte. Diskutiert wurde unter anderem, welche Möglichkeiten neue Hefen, neue Techniken und alkoholfreie Fermentationsprozesse eröffnen.

Ebenfalls am Sonntag ging es um Handwerk statt Industrie: Wie lassen sich regionale, aufwendig produzierte Alternativen wie Proxies, Verjus oder alternative Limonaden so vermarkten, dass ihr Mehrwert verständlich wird? Und höhere Preise nachvollziehbar werden?

Am Montag rückte die Gastronomie in den Fokus. Unter dem Titel „Was braucht die Gastronomie? Wie kann sie mit Low&Zero Geld verdienen?“ wurde diskutiert, wie alkoholfreie Angebote wirtschaftlich erfolgreicher werden können. Von neuen Konsumanlässen über kleinere Gebinde bis zur Frage, was selbst gemacht werden muss und wo Zukauf sinnvoll ist.

Den Abschluss bildete die Debatte über Entalkoholisierung und Nachhaltigkeit, bei der Vorurteile, Umweltbilanzen und Möglichkeiten zur Verbesserung der Verfahren zur Sprache kamen.

Spannende Podiumsdiskussion zum Thema "Was braucht die Gastronomie?" mit Nina Mohimi (Food-Trend-Expertin), Friedrike Duhme (Sommelieré und Händlerin), Dr. Klaus Postmann (Ernährungsökonom und Handelsexperte) und Rafael Topf (Leiter Sortimentsentwicklung Del Fabro Kolarik) (v.l.n.r.) © Klaus Postmann
Spannende Podiumsdiskussion zum Thema "Was braucht die Gastronomie?" mit Nina Mohimi (Food-Trend-Expertin), Friedrike Duhme (Sommelieré und Händlerin), Dr. Klaus Postmann (Ernährungsökonom und Handelsexperte) und Rafael Topf (Leiter Sortimentsentwicklung Del Fabro Kolarik) (v.l.n.r.) © Klaus Postmann

Die Zone Zero machte damit deutlich: Alkoholfrei ist nicht einfach Wein ohne Alkohol, sondern ein eigenes, vielschichtiges Feld zwischen Handwerk, Technologie, Kulinarik, Handel, Gastronomie und Konsumkultur. Die VieVinum 2026 hat diesem Thema nicht nur Raum gegeben, sondern ihm genau jene Bühne geboten, die es angesichts seiner Marktdynamik verdient.

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